Was die Katze braucht - Raumbedarf und Grundausstattung...

Wieviel Platz braucht eine Katze?

Diese häufig gestellte Frage ist schwierig zu beantworten, da dies zum einen sehr von der einzelnen Katze und ihrem Temperament abhängt, zum anderen eine reine Quadratmeterzahl wenig über den nutzbaren "Katzenraum" in der dritten Dimension aussagt.

 

Kitten und junge Katzen brauchen für ihre teilweise sehr wilden Spiele sicher mehr Platz bzw. freie Flächen als ältere Katzen. Aber auch in einer kleineren Wohnung (mit z.B. etwa 50m2) können bei katzengerechter Einrichtung durchaus zwei Katzen gehalten werden.

 

Im Optimalfall lassen sich die Bereiche für Spielen - Ruhen - Fressen - und Toilette räumlich trennen, wobei z.B. sich Flächen zum Spielen auch in einem Raum am Boden und Ruhezonen im selben Raum auf erhöhten Plätzen wie Kratzbäumen oder Wandhängematten einrichten lassen. Auch hohe, zugängliche Schränke, Bücherregale und ähnliches bieten willkommene Ruhe - und Beobachtungsplätze.

 

Futterstelle und Wassernäpfe sollen aus verständlichen Gründen der Hygiene in jedem Fall mit größerem Abstand zu der / den Toiletten eingerichtet werden.

 

Womit man Katzen glücklich macht:-)

An dieser Stelle noch kurz zum Thema Frischluft für Ihren Tiger: Egal, wieviel Wohnraum Ihrer Katze zur Verfügung steht und wie liebevoll und katzengerecht dieser auch eingerichtet ist, eine wenn auch noch so beschränkte Möglichkeit etwas Frischluft zu schnuppern wird ihre Katze in jedem Fall glücklich, zufriedener (und gesünder) machen. Neue Gerüche und Geräusche fordern die Sinne und bieten im vielleicht manchmal etwas monotonen Wohnungsalltag eine willkommene Anregung.

 

Es muss nicht unbedingt der eigene gesicherte Garten sein, ein katzensicherer Balkon oder - wenn keine andere Möglichkeit vorhanden - ein entsprechend vernetztes Fenster, das in der warmen Jahreszeit auch mal länger offenstehen darf, wird sicher bald zum Lieblingsaufenthaltsort ihrer Katze werden.

 

Bei entsprechender Wohnlage könnten Sie auch überlegen, Ihre Katze an den Leinengang zu gewöhnen und sie spazieren zu führen. Ihre Katze sollte in diesem Fall aber eher von ruhigem, ausgeglichenen Wesen und nicht ängstlich bzw. schreckhaft sein. Und denken Sie daran - eine Katze wird nie leinenläufig wie ein Hund. Außerdem sollten Sie bedenken dass Katzen absolute Gewohnheitstiere sind - erst einmal daran gewöhnt, werden sie den Ausgang unter Umständen bei Wind und Wetter vehement einfordern.

 

Bei Fragen zur Gestaltung eines katzensicheren Gartens/Balkons helfen wir gerne. Auch haben wir Erfahrung mit Leinengängern und beantworten dazu gern Ihre Fragen!

Mikka norwegische Waldkatzen von den Raben München

Die Gundausstattung

Damit sich ein Kätzchen / eine Katze vom ersten Tag an bei Ihnen wohlfühlt, sollte bereits beim Einzug folgendes bereit stehen:

 

Kratzbaum und mehrere kleinere Kratzgelegenheiten

 

Kratzbäume bieten wunderbare Gelegenheit zum Krallenschärfen und Klettern, werden mit ihren erhöhten Liegeflächen aber natürlich auch gerne als Beobachtungspunkte und Ruheflächen angenommen.

 

Für norwegische Waldkatzen empfehlen wir zumindest einen stabilen, standfesten, raumhohen Kratzbaum mit mindestens 3 Grundsäulen, bevorzugt Deckenspanner. Zusätzliches Fixieren des Kratzbaums mit einem Winkel oder ähnlichem an der Wand ist empfehlenswert, wenn mehrere der nicht ganz leichten Trolle sich einen Kratzbaum teilen. Steht der Kratzbaum zu wackelig, werden Ihre Katzen ihn wahrscheinlich nicht annehmen. Auch sollten Sie auf ausreichend große Liegeflächen/Mulden achten. Eine ausgewachsene Norwegische Waldkatze passt unter Umständen nicht mehr auf die Liegeflächen oder in die Hängemulden der angebotenen Standardkratzbäume.

Mikka norwegische Waldkatzen von den Raben München

Mikka norwegische Waldkatzen von den Raben München

Luna norwegische Waldkatzen von den Raben München

Zumindest an einer Säule sollten die Katzen sich in voller Länge Strecken können - bei einer Norwegischen Waldkatze sprechen wir dann schon von gut einem Meter Säulenlänge.

 

Unserer Meinung nach lohnt es sich, in ein etwas höherpreisiges Kratzmöbel zu investieren, das Ihren Katzen über viele Jahre Freude bereitet und dabei auch ansehnlich bleibt. Empfehlenswert sind abnehmbare, waschbare Bettchen und Bezüge, welche man beim Hersteller auch nachkaufen und so bei Bedarf einfach austauschen kann.

 

Räumen Sie Ihrem "großen" Kratzbaum einen zentralen Platz in Ihrer Wohnung ein, im Optimalfall mit Aussicht aus einem Fenster. Ihre Katzen werden sich hauptsächlich in den Räumen aufhalten, die auch Sie vorwiegend nutzen. Ein Kratzbaum, der ordentlich im Nebenzimmer "verstaut" ist, wird von ihren Katzen daher kaum angenommen.

 

Kleinere Kratzsäulen gibt es günstig im Zoofachhandel - diese werden besonders gerne angenommen, wenn sie an vielfrequentierten "Wegepunkten" stehen, z.B. in einem Durchgang zwischen verschiedenen Räumen. Hier werden Ihre Katzen regelmäßig durch Kratzen ihre Duftmarken hinterlassen und ihre Krallen schärfen..

 

Desweiteren finden Sie im Handel ein großes Angebot von verschiedensten Kratzgelegenheiten in den unterschiedlichsten Materialien (z.B. aus Pappe) und Preisklassen.

 

Fress- und Wassernäpfe

 

Auch hier finden Sie im Handel eine große Auswahl in den unterschiedlichsten Materialien, Dekors und Preisklassen. Wir empfehlen größere, aber eher flache Fressnäpfe aus glasierter Keramik / Porzellan, da sich diese besonders gut reinigen lassen und keine Gerüche anziehen. Viele Katzen mögen es einfach nicht, wenn die Schnurrhaare beim Fressen an die Fressnapfwände stoßen. Auch flache Teller können verwendet werden. Da Katzen aber dazu neigen, das Futter8über den Rand zu schieben, ist hier eine gut zu reinigende Unterlage empfehlenswert.

 

Von Kunststoffnäpfen raten wir ab, da die Oberfläche zwangsläufig verkratzt und damit schlecht zu reinigen ist. Auch reagieren manche Katzen auf Kunststoffnäpfe mit Hautirritationen am Kinn oder Mitesserchen im Maul- / Kinnbereich (bis hin zu Kinnakne).

 

Katzen können sich ihren Fressnapf auch gut teilen, sofern dieser groß genug ist und sie sich beim gemeinsamen Fressen nicht gegenseitig verdrängen. In Mehrkatzenhaushalten haben sich sogenannte "Futterringe" bewährt.

 

Um die Katze zum Trinken zu animieren, sollten Sie mehrere räumlich getrennte "Wasserstellen" anbieten. Dafür können Sie tiefere Näpfe, ggf. auch aus Edelstahl verwenden oder einen Trinkbrunnen anbieten. Bewegtes Wasser übt auf Katzen häufig ja eine besondere Anziehungskraft aus... Ob Wassernapf oder Brunnen: beides ist regelmäßig gründlich zu reinigen bzw. zu entkalken, um eine übermäßige Verkeimung der Gefäßoberflächen und des Wasser zu vermeiden.

 

Katzen sind sehr eigensinnig, was ihre bevorzugten Wasserstellen angeht - falls Sie z.B. regelmäßig beobachten, dass Ihre Katze aus Trinkgläsern, Gießkannen, etc. trinkt, ihren eigenen Wassernapf aber meidet: stellen Sie ihr doch ein entsprechendes Trinkgefäß bereit. Und wenn Ihre Katze meint, Wasser müsste unbedingt 24 Stunden abstehen, vor katz es trinken kann - lassen Sie ihr doch ihren Willen. Hauptsache, sie trinkt und deckt so über Wasser und Feuchtfutter ihren Flüssigkeitsbedarf.

 

Die Katzentoilette

 

Die Katzentoilett muss ausreichend groß sein und an einem eher ruhigen, geschützten Ort des Reviers aufgestellt werden. Ausreichender Abstand zu Fress- und Trinkplätzen sollte gegeben sein.

 

Die Katze sollte in der Toilette bequem stehen und sich drehen könne. Bei große Katzenrassen wie Norwegischen Waldkatzen ist hier meistens der Griff zur XXL-Ausführung empfehlenswert.

 

Wenn Ihre Katze es akzeptiert, ist eine Haubentoilette mit dichtem Randschluss empfehlenswert. So kann auch bei Stehpinklern (gibt es auch bei Kätzinnen) nichts daneben gehn.

 

Persönlich raten wir von Klappen am Toiletteneingang ab. Wir können es uns einfach für eine Katze nicht angenehm vorstellen, im Dunklen eingsechlossen mit all diesen Gerüchen ihr Geschäftchen zu machen. Und unsere Katzen zumindest haben uns sehr deutlich gezeigt, was sie von dieser Toilettenvariante halten ;-)

 

Sollte Ihre Katze kein Haubenklo benutzen, raten wir auf größere Kunststoffboxen z.B. aus dem Baumarkt mit ausreichend hohem Rand auszuweichen. Den Rand überspringt die Katze ohne weiteres, das großflächige Verteilen von Katzenstreu ist hiermit aber sicher verhindert.

 

Katzentoiletten sollten natürlich regelmäßig - je nach Streu - 1-2 x täglich gereinigt werden. In Mehrkatzenhaushalten empfehlen wir auch mehrere Toiletten - zwei Katzen können sich zwar durchaus eine Toilette teilen, jedoch ist dann ein täglich mindestens zweimaliges Entfernen der Hinterlassenschaften ratsam.

 

Je nach Streu steht in unterschiedlichen Intervallen auch ein kompletter Streuaustausch und eine gründliche Reinigung der ganzen Katzentoilette mit heißem Wasser und ggf. möglichst geruchsneutralem Reinigungsmittel an. Bei Verwendung von Reinigungsmitteln bitte ausreichendes "Klarspülen" zum Abschluss.

 

Was die Katzenstreu angeht, ist es für den Anfang und die Eingewöhnung sicher sinnvoll, dem Kätzchen die vertraute Streu anzubieten. Wir verwenden feine, klumpende Betonitstreu ohne Parfümzusatz die unsere Katzen super zum Scharren und (Ver-)Graben finden. Klumpende Streu auf Holzbasis wird bei uns leider nicht von allen angenommen - aber hier gilt es einfach, auszuprobieren was für Sie und Ihre Katze passt. Passend zur Streukörnung brauchen Sie dann natürlich noch eine geeignete Streuschaufel, um die Klumpen aus der Tiolette zu entfernen.

 

Die Transportbox

 

Um Ihre Katze sicher zu transportieren ist eine ausreichend große, stabile Transportbox aus Kunststoff mit einer waschbaren Einlage zu empfehlen. Die Katze sollte darin bequem stehen und sich drehen können.

 

Achten Sie beim Kauf darauf, dass sich das Türgitter einfach einhängen und sicher verschließen lässt - eine ängstliche Katze kann durchaus ernst zu nehmende Ausbruchsversuche unternehmen.

 

Alternativ zu starren Plastikboxen werden auch flexible Kunststofftaschen mit entsprechend gesicherten Reißverschlüssen angeboten - persönlich denke ich aber, dass sich eine Katze in der Regel in einem festen Transportbehältnis sicherer fühlt.

 

Abzuraten ist von Weidenkörbchen und ähnlichem Flechtwerk, die zwar hübsch anzusehen sind, sich aber praktisch nicht reinigen lassen, wenn unterwegs einmal doch ein Malheur passiert.

 

Ruheplätze

 

Ob Sie Ihren Kätzchen speziell gefertigte Katzenbettchen oder einfach eine kuschelige Decke zur Verfügung stellen, ist letztendlich Ihre Entscheidung.

 

Katzen mögen weiche Unterlagen, gerne mit einem erhöhten Rand, an den sie sich anschmiegen können. Wenn man selber das Gefühl hat, das Nest oder die Höhle wäre eigentlich gerade eine Nummer zu klein, dann passt es meist gerade richtig ;-)

Opal norwegische Waldkatzen von den Raben München

Bieten Sie ihrer Katze einfach einige weich gepolsterte, warme, möglichst zugfreie Kuschelplätze an - Sie wird Ihnen dann zeigen, was sie ganz besonders mag.

Mikka norwegische Waldkatzen von den Raben München

Olga norwegische Waldkatzen von den Raben München

Mikka norwegische Waldkatzen von den Raben München

Begehrt sind auch Ruheplätze mit Aussicht, z.B. auf einem Fensterbrett - am besten mit laufendem Heizkörper darunter.

 

Ihrer Kreativität und der Ihrer Katze sind hier keine Grenzen gesetzt - Filzauflagen, Wandhängematten, gepolsterte Regalbretter an der Wand... einfach mal ausprobieren!

 

Spielzeug

 

Jede Katze liebt Spielsachen - allerdings können die Vorlieben ganz unterschiedlich sein. Im Handel finden Sie eine breite Palette an Angeln, Mäuschen, Bällchen, mit Katzenminze-/Baldriangeruch oder ohne. Auch Spieleschienen und Snackbälle bieten der Katze auch mal alleine Unterhaltung.

Opal norwegische Waldkatzen von den Raben München

Luna norwegische Waldkatzen von den Raben München

Opal norwegische Waldkatzen von den Raben München

Am schönsten ist aber natürlich immer, wenn der Mensch mitspielt.

 

Angelspiele finden fast alle Katzen klasse, besonders gerne werden hier Federanhängsel gefangen.

Olga norwegische Waldkatzen von den Raben München

Probieren Sie einfach ein paar verschiedene Spielsachen aus. Werden diese nach einigen Tagen / Wochen langweilig, dann bieten Sie diese einfach einige Zeit nicht mehr an. Nach drei Wochen sind sie vielleicht wieder "wie" neu und ganz toll.

 

Die meisten Katzen lieben auch einfache leere Kartons oder Verpackungspapier, in und unter dem man sich fantastisch verstecken kann.

 

Übrigens: nicht wundern, wenn Ihr junges Kätzchen noch nicht auf den Geruch von Baldrian/Katzenminze reagiert, das ist vollkommen normal. Viele Katzen beginnen erst im Alter von 6-8 Monaten in den "Baldrianrausch" zu fallen.

Luna norwegische Waldkatzen von den Raben München

Bürste und Kamm

 

Gerade halblanghaarige Katzen wie die Norwegische Waldkatze schätzen etwas Unterstützung bei der Fellpflege. Besonders im Fellwechsel in Frühling und Herbst hilft den Katzen tägliches gebürstet werden und die meisten Katzen nehmen dies dankbar an. Im Sommer und Winter ist 1-2 x wöchentliches Bürsten ausreichend.

 

Wir verwenden zur Fellpflege überwiegend Zupfbürsten mit stabilen Edelstahlborsten. Besonders die feine Unterwolle lässt sich damit gut ausbürsten. Vorsichtiger sollte man mit Kragen und Schwanz umgehen - sofern man hier überhaupt bei der Fellpflege helfen muss, empfiehlt sich der vorsichtige Einsatz eines Kamms.

 

Zum Thema "Futter" werden wir noch eine eigene Seite erstellen -
in unseren Augen zu wichtig, um es in einem kurzen Absatz abzuhandeln

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